Jim, Beat und Yann trafen sich mit Kundenfokus-Enthusiasten zu einem Online-Event, um darüber zu diskutieren, wie man kundenfokussiertes Jobs-to-be-done-Denken in einer Organisation von einem Funken zu einem Lauffeuer bringt. Drei wichtige Lektionen stachen hervor.

  1. Die erste Regel des Jobs-to-be-done-Clubs lautet: Rede nicht über Jobs-to-be-done. Tu es einfach!
    Jobs-to-be-done-Enthusiasten laufen Gefahr, in dieselbe Falle zu tappen, vor der die von ihnen so geliebte Logik sie eigentlich bewahren sollte: Sie denken und reden über die Lösung und nicht über den Job. Als Jobs-to-be-done-Enthusiast ist Jobs-to-be-done selbst eine Lösung! Wir sollten also nicht über Jobs-to-be-done sprechen, wenn wir andere inspirieren wollen, sondern darüber, wie Jobs-to-be-done in dieser Situation helfen kann. Das Etikett ist sekundär.
  2. Es gibt nicht den einen Weg – was zählt, ist das, was Sinn macht
    Die Aufgabe von Jobs-to-be-done ist es, ein Geschäftsproblem zu lösen, d.h. eine nützliche, sinnvolle Innovation zu schaffen. Jobs-to-be-done ist dabei eine Logik, ein Mindset oder eine Art zu denken. Es gibt nicht den einen Weg, sie anzuwenden. Aus der Sicht eines pragmatischen Praktikers sind sowohl Jim als auch Vendbridge nicht dogmatisch. Ob man Jobs-to-be-done in einem Hypothesen-Workshop anwendet, qualitative Interviews führt oder Quantifizierungsmethoden einsetzt, hängt davon ab, was Sinn macht. Manchmal ist eine Inside-Out-Hypothese gut genug, für ressourcenintensive Entscheidungen, die vor dem Management zu rechtfertigen sind, werden oft robustere Ergebnisse benötigt.
  3. Co-Kreation: Jobs-to-be-done gemeinsam machen
    Um Jobs-to-be-done in Ihrer Organisation zu verbreiten, sollten so viele wie möglich in der Organisation mitgestalten können. Jobs-to-be-done und die verschiedenen Tools, die Vendbridge und Jim entwickelt haben, sind wie eine offene Einladung für Menschen in vielen verschiedenen Teams und Abteilungen. Jobs-to-be-done ist eine Art zu denken, zu sprechen und zu gestalten, bei der jeder mitmachen und mitgestalten kann – von UX über das Management bis hin zu den Ingenieuren.

Wir hoffen, Sie hatten genauso viel Spaß an der Diskussion wie wir! Sie konnten nicht dabei sein? Hier ist die Aufzeichnung, um sich den Austausch noch einmal anzusehen: